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neurostimulation
Spezifische Neurostimulationsversorgung

Indikationen für HF Neurostimulation

  • chronische Rücken- und oder Beinschmerzen nach Operationen oder Unfällen
  • Failed back surgery syndrome (FBSS) or Failed Back Syndrome (FBS) (MT)
  • Hartknäckige tiefe Rückenschmerzen
  • Kreuzschmerz (Lendenschmerz, Lumbago, Überlastung in der Kreuzbeingegend)
  • Beinschmerzen beidseitig
  • Schmerzen in den Extremitäten: Unterschenkel, Tibia etc.
  • Chronischer unbeeinflußbarer Schmerz

OP Verfahren

Unter radiologischer Bildwandlerkontrolle werden zwei kleine 8 polige LEAD Elektroden in den Epiduralraum eingebracht. Die Implantation kann unter Vollnarkose, aber gleichermaßen auch unter regionaler Betäubung erfolgen. Die Neurostimulation über die LEAD Elektroden überlagert dann die Schmerzweiterleitung. In der Regel arbeiten die meisten Systeme mit einer Stromfrequenz von 40 – 70 Hertz. Diese reicht meistens aus,  um die Schmerzbahnen im Rückenmark zum Thalamus und Großhirn zu blockieren. Nachteil ist dabei, dass häufig ein unangenehmes Kribbeln in den Extremitäten vom Patient wahrgenommen wird.

Diese Irritationen treten auf Grund der neuen Frequenzmodulation des HF Systems (10.000 Hz) nicht mehr auf. Die schmerzlindernde Wirkung setzt in der Regel sehr rasch ein. Bleibt sie über eine Testphase von ein bis zwei Wochen bestehen, so wird das Gerät, dass die LEAD Elektroden mit Strom versorgt, in einer zweiten Operation subkutan implantiert. Der Neuromodulationsgenerator ist wiederaufladbar. Die Aufladung erfolgt mittels über dem Implantat platziertem Pad durch die Haut. Somit entfällt ein frühzeitiger Wechsel des Generators auf Grund von leeren Batterien.

Vorteile des System

Das System arbeitet mit einer Stromfrequenz von 10.000 Hertz. Dieses bedeutet, dass die Amplituden der Stromfrequenz so eng beieinander liegen, dass keinerlei Schmerzsignale weitergeleitet wird.

  • kein Kribbelgefühl (Parästhesie)
  • Der Arzt kann Patienten gleichzeitig heftige und starke  Rückenschmerzen sowie Beinschmerzen behandeln (andere Systeme können nur einen bestimmten Schmerzbereich therapieren)
  • verbesserter Schlaf
  • Dem Patienten wird/werden nicht zwingend im Wachzustand die LEAD Elektrode/n platziert. Elektrodenplatzierung ist hier auf einem bestimmten Wirbelkörperbereich festgelegt.
  • Während der Elektrodenplatzierung am Patienten im OP braucht der Arzt keine Testung mehr durchführen.
  • wiederaufladbarer Neurostimulator